Hergestellt wird dies Mittels eines ausgedruckten Negatives auf Overheadfolie, eines speziell beschichteten Papieres und einer UV-Lichtwuelle (Sonne oder Gesichtsbräuner).

Eine englische Anleitung für den “neueren” Prozess = eine Lösung findet man beim Erfinder selber Herrn Mike Ware.
Das Papier, ich verwende am liebsten Bergger COT32, man kann aber auch Zeitungspapier, Klopapier usw. erwenden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wird mit der Lösung mit einem Pinsel bestrichen. Dies muss bei Dunkelheit geschehen, da die Emulsion auf UV-Licht reagiert. Man kann die Fläche mit einem Maskierband abkleben um eine saubere Kante zu bekommen, aber gerade die unsauberen Pinselstriche sind es, was eine Canotypie ausmacht, da jedes Bild ein Unikat ist. Sogar auf glatten Oberflächen kann man Cyanotypie verwenden, nur muss diese vorbehandelt werden, damit die Lösung hält.
Nun das ganze trocknen lassen und wenn es trocken ist, das Negativ auf dem beschichteten Papier platzieren, wenn möglich mit einer Glasplatte gegen verschieben sichern und dann ab in die Sonne.
Mann kann in der zwischenzeit einen Kaffee oder ein Bier trinken, denn das Belichten dauert je nach Sonnenstärke mehrere Minuten. Fertig belichtet ist, wenn die Lichter = hellen Teile des Bildes ein schönes helles Giftgrün aufweisen. Also immer mal wieder kontrollieren, dabei aber vorsichtig sein, damit das Negativ nicht verschoben wird.
Ist dann fertig belichtet, wird mit einfachen Leitungswasser “entwickelt”, sprich die restliche, nicht belichtete Lösung ausgewaschen. So lange auswaschen, bis das abfliesende Wasser klar ist. Um den blau Effekt noch zu verstärken, kann man das Bild nun noch in stark verdünnten Wasserstoffperoxid baden. Trocknen lassen fertig. Ich hoffe ich konnte damit einen kleinen Eindruck geben, wie man eine Cyanotypie herstellt. Vielleicht versucht der eine oder andere es ja auch und schickt mir dann einen Link zu seinen Ergebnissen.


